Hotspot-Projekt Naturschatz Gipskarst: Wer hält im Gipskarst Winterschlaf?
Winterschlaf, Winterruhe, Winterstarre, Winteraktivität – die Überwinterungsstrategien der Wildtiere standen im Mittelpunkt einer Nikolauswanderung im Rahmen des Hotspot-Projektes „Naturschatz Gipskarst“. Die teilnehmenden Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren und ihre Familien hatten viel Freude, es den Tieren spielerisch nachzuahmen, allerdings eingebettet in ein Bewegungsspiel, um warm zu bleiben.
Hauptthema des Tages war aber die Frage: Wo verbringen Fledermäuse, Eidechsen und Molche, Igel oder Wildbienen den Winter? Das Schulbiotop am Rande der Gemeinde Wulften bietet mit Wildbienennisthilfe und Benjeshecke, Steinhaufen und knorrigen Bäumen, Tümpel und Totholzstämmen sowie Wiesen und Schilfbereichen zahlreiche Lebensräume und Überwinterungsquartiere für Wildtiere auf kleinem Raum.
Direkt beobachtet werden konnten am 6. Dezember nur einzelne Vögel, Spuren verschiedener „Anwohner“ gab es aber viele: Maulwurfhaufen, angepickte Äpfel, zernagte Nussschalen, frisches Holzmehl und viele Löcher in alten Baumstämmen, Wildpfade im Schilf und verschlossene Röhren im „Bienenhotel“. Mit Begeisterung suchten Kinder und Eltern nach Hinweisen, testeten ihr Wissen, betrachteten Modelle und Fotos von Tierarten, die den Winter versteckt verbringen und errichteten kleine Igelhütten, falls diese ihren Winterschlaf bei warmen Temperaturen unterbrechen und das Quartier wechseln möchten.
Zum Abschluss entdeckten die Kinder kleine Gaben, die der Nikolaus am Wegrand für sie abgelegt hatte. Nach dem fröhlichen und informativen Ausflug gehen die Familien demnächst bestimmt aufmerksamer durch die ruhende Winterlandschaft und freuen sich auf die erwachende Natur im Frühjahr.














