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Schafe und Ziegen als Landschaftspfleger

Kalkmagerrasen Friedland Steinbruch Reckershausen

Jahrhunderte lange Beweidung ließen fast nebenbei die heute als besonders artenreich geltenden Magerrasen-Hutungen entstehen. Die südniedersächsischen Halbtrockenrasen auf Kalkboden und die locker mit hochstämmigen Obstbäumen bestandenen Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften Mitteleuropas. Durch Nutzungsaufgabe sind diese wertvollen Lebensräume zunehmend in ihrem Bestand gefährdet.

Alte Rassen - wie z.B. das Leineschaf - sind anspruchslos und somit ideale Partner bei der Offenhaltung und Pflege unserer Kulturlandschaft. Durch Tritt und selektiven Verbiss trägt das Schaf, wie kein anderes Tier dazu bei, dass sich ökologisch besonders wertvolle Pflanzengesellschaften bilden. Ziehende Schafherden tragen darüber hinaus wesentlich zur Verbreitung seltener Tiere und Pflanzen bei. In ihrem Fell transportieren sie Samen und kleinere Tiere von Weidefläche zu Weidefläche, was einer zunehmenden Verinselung heutiger kleiner Restbestände an Magerrasen und Streuobstwiesen günstig entgegenwirkt.

 

Generelle Informationen zum Tierschutz: Haltung von Schafen & Ziegen

Alle Wichtigen Infos zu dem Thema finden Sie auf den Seiten des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutzes und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

Link Tierhaltung - Schafe/Ziegen (LAVES)

Schafhaltung kurz & knapp

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, vielleicht selbst Schafe zu halten, bietet Ihnen dieser Flyer einen ersten Überblick, mit welchen Themen sich ein Schafhalter auseinandersetzen sollte. Mehr

Schafhaltung im Göttinger Land

Suchen Sie Informationen zur Schafhaltung im Göttinger Land, wie z.B. Halter bestimmter Rassen oder Direktvermarkter von Schafprodukten?

 

Nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf!

Vermarktung: Leinelammwochen

In Zusammenarbeit mit über 12 regionalen Restaurants wurden in 2006 auf Initiative des Landschaftspflegeverbandes die ersten Leinelammwochen erfolgreich auf den Weg gebracht. Mehr


Weidetierhaltertreff

Da in der heutigen Zeit die Herausforderungen für alle Weidetierhalter immer größer und komplexer werden wurde der langjährige und bewährte Schäferstammtisch im März 2017 zum Weidetierhaltertreff erweitert. Innerhalb des Weidetierhaltertreffs bietet der LPV Göttingen in regelmäßigen Abständen Austausch- und Informationsveranstaltungen für Weidetierhalter/innen an!  

Mehr zum Weidetierhaltertreff


Schafhaltung im Wandel
Schafhaltung im Wandel

Vor rund 100 Jahren hatte die Schafhaltung noch einen hohen Stellenwert. Mit mehr als 28 Millionen Schafen zählte die Schafhaltung in Deutschland zum wichtigsten Tierhaltungszweig. Neben der Versorgung der Bevölkerung mit Milch und Fleisch dienten Schafe v. a. als Woll- und Düngerlieferanten. Schafe wurden damals vorwiegend in Herden mit mehreren hundert Tieren in so genannten Wander- und Hüteschäfereien gehalten. Dabei wurden aufgrund knapper Weideflächen tagsüber unter Aufsicht des Schäfers und seinen Hütehunden hängige, wenig ertragreiche Flächen (s. g. Hutungen), Wegränder und im Herbst abgeerntete Ackerflächen beweidet. Abends wurde das Nachtlager (s. g. Pferch) auf den Ackerflächen aufgeschlagen und somit die Fläche durch den Dung der Schafe mit begehrten Nährstoffen versorgt.


Billigimporte von Wolle und die Intensivierung der Landwirtschaft (so z. B. die Einführung von Kunstdünger) machten die Schafhaltung zunehmend unattraktiv. Guts- und Genossenschaftsherden wurden in Folge in den fünfziger Jahren aufgegeben und die Schafbestände nahmen rasant ab. Heute werden in Deutschland nur noch etwa 2 Millionen Schafe zumeist in kleinen Koppelhaltungen (d. h. auf fest eingezäunten Standweiden) gehalten. So auch in Südniedersachsen: Der letzte Haupterwerbsschäfer im Landkreis Göttingen gab in den neunziger Jahren seinen Beruf auf.

 

"Von Hirten, Pfennigsuchern und Rippenbeißern"

"Von Hirten, Pfennigsuchern und Rippenbeißern"

Um einen tieferen Einblick in das Schäferleben und die Schafhaltung im Göttinger Land des 20. Jahrhunderts zu bekommen, bietet die 90-seitige Veröffentlichung "Von Hirten, Pfennigsuchern und Rippenbeißern" neben ausführlichen Schilderungen von Zeitzeugen auch umfangreiches historisches Bildmaterial und viele andere - zum Teil in Vergessenheit geratene - Hintergrundinformationen. Das Wissen um die regionalen Wurzeln der dörflichen Hüteschäferei, der Leineschafzucht und die Darstellung eines alten landwirtschaftlichen Traditionsberufes in all ihren Facetten ermöglichen ein Stück Heimatgeschichte aus einer Zeit, die erst wenige Jahrzehnte zurückliegt.

Mehr zur Publikation

 

Schäfer im Göttinger Land - gestern und heute

Für eine interessante und authentische Erzählung aus dem Leben von zwei Schäfern aus dem Göttinger Land schauen Sie gerne den folgenden Film (Dauer 13 min).

 

(Film aus dem Jahr 2005)


Wiederbelebung der Hüteschäferei

Um dem beschleunigten Rückgang von Grünland, Magerrasen sowie Obstwiesen und dem damit einhergehenden Verlust von Tier- und Pflanzenarten entgegen wirken zu können, hat der Landschafts-pflegeverband Landkreis Göttingen von 2003 - 2008 das Projekt „Wiederbelebung der Hüteschäferei“ durchgeführt.

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