Herdenschutz
Auf dieser Seite: Neuigkeiten, Förderung in Nds., Schadensmeldung, Wolfsberater:innen, Weitere Informationen, Broschüren
Hinweis: Alle aktuellen Informationen zur Förderperiode Herdenschutz (inkl. neue Richtlinie Wolf) für niedersächsische Weidetierhalter:innen gibt es auf der Seite der LWK Niedersachsen.
Neuigkeiten
Richtlinie Wolf: Entschädigung bei Rissen und Präventionszahlungen (z.B. Zäune)
Geplante Neuerung für März 2026 (Quelle LAND&FORST):
Ausweitung der Förderung auf bis zu 50 Schafe/Ziegen (vorher max. 10 Tiere)
Ein Riss eines Rindes/Pferd reicht zur Erweiterung der Förderkulisse aus (vorher zwei Risse auf zwei Betrieben) Größe Kulisse steht noch nicht fest
Hütehaltung zählt als Herdenschutz
Richtlinie SchaNa: wolfsbedingter Mehraufwand wird finanziert (kein Material)
Keine inhaltlichen Änderungen - Fristen nicht verpassen:
Neuanträge 15. Januar bis 28. Februar 2026
Jährlicher Auszahlungsantrag 1.4. bis 15.4.2026
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist als Bewilligungsstelle für die Förderung von wolfsabweisenden Präventionsmaßnahmen zuständig.
In der Regel werden Maßnahmen zum Herdenschutz für die durch Wölfe besonders gefährdeten Nutztierarten Schafe, Ziegen und Gehegewild gefördert. Zur Herstellung eines wolfsabweisenden Grundschutzes zählt hier die Errichtung elektrisch geladener Nutzgeflecht- oder Litzenzäune mit einer Mindesthöhe von 90 cm oder Festzäune aus Knotengeflecht oder Maschendraht mit einer Mindesthöhe von 120 cm und zusätzlichem Untergrabeschutz. Eine Förderung von Herdenschutzmaßnahmen für Rinder und Pferde ist in Einzelfällen möglich.
Alle weiteren aktuellen Informationen und Kontake zu diesem Thema erhalten Sie auf den Seiten der LWK Niedersachsen:
Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne bei uns.
Wir helfen Ihnen weiter oder vermitteln Sie an die enstprechenden Stellen der LWK.
Meldung von Schäden an Tieren durch den Wolf
(verschollene, verletzte, tote Tiere sowie Ausbruch einer Herde)
und Auszahlung von Billigkeitsleistungen
Die Bezirksförsterinnen und Bezirksförster der LWK Niedersachsen sind für die Rissbegutachtung zuständig.
Bei Fund eines toten Nutztieres, bei dem der Verdacht besteht, dass ein Wolf beteiligt sein könnte, kontaktieren Sie bitte umgehend den örtlich zuständigen Rissbegutachtenden der Landwirtschaftskammer Niedersachsen
oder nutzen Sie die zentrale Rufnummer 0511 3665 1500. Ab dem 1. Januar 2020 erfolgt die Auszahlung von Billigkeitsleistungen auch über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Über die Smartphone-App "Wolfsmeldungen Niedersachsen" der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. können ebenfalls Wolfshinweise (z.B. Losungen oder Bilder aus Kamerafallen) gemeldet werden.
Weitere Hinweise:
Auf den Umweltkarten Niedersachsen (Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz) können Sie sich amtlich gesicherte Nutztierschäden sowie Wolfsrudel Territorien anzeigen lassen.
Stand: 06.12.2024
Quelle: NLWKN - Wolfsberaterinnen und Wolfsberater in Niedersachsen
Jörg Behling
Tel.: 05545-950378
Mobil: 0178-6811901
Altkreis Göttingen
Dr. Gerhard Wilfried Böse
Mobil: 0178-2017587
Lilli Middelhoff
Mobil: 0176-56810547
Altkreis Osterode (Harz)
Michael Scheer
Mobil: 0151-24079128
Altkreis Osterode (Harz)
Eckhard Wiesenthal
Tel.: 05592-927477 (priv.)
Mobil: 0172-4317985
Altkreis Göttingen
Das NABU-Projekt „Herdenschutz Niedersachsen“ können Weidetierhaltende kontaktieren, wenn Sie beim Aufbau von wolfssicheren Festzäunen für Schafe Unterstützung suchen.
Am 01.10.2021 fand in Bühle bei Northeim unser großer Herdenschutz-Infotag statt, den wir gemeinsam mit dem Herdenschutzberaterteam der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (Projekt „Herdenschutz in der Weidetierhaltung“) und dem Landschaftspflegeverband Landkreis Goslar geplant und ausgerichtet hatten.
An vier Stationen wurden Techniken und Lösungsansätze zu mobilen und festen Zäunen sowie zum Freischneiden der Zaunschneisen und zur Wartung der Zäune vorgestellt und vorgeführt. Ebenso gab es wertvolle Informationen rund um die Herdenschutzförderung.
Es wurde deutlich, dass hinsichtlich eines effektiven Herdenschutz technisch viel machbar ist. Jedoch berichten die Praktiker auch, dass gerade auf den südniedersächsischen Standorten, mit oft hängigen, flachgründigen und kleinparzellierten Grünland, der Mehraufwand für Zaunaufbau und -pflege wesentlich höher ist. Vor der ohnehin angespannten wirtschaftlichen Situation der (extensiven) Weidetierhaltung ist das schwer leistbar. Hier könnte eine regionalspezifische Betrachtung im Rahmen der Herdenschutzförderung und insbesondere eine angepasste Honorierung des Mehraufwandes in schwierigem Gelände hilfreich sein.
Eine Zusammenfassung der Veranstaltung finden Sie in unseren Downloads zum Thema Herdenschutz.
Unser Dachverband DVL unterstützt mit dem Projekt Herdenschutz in der Weidetierhaltung: Praxisgerechte Aufbereitung von Erfahrungen und Schulungen zu Lösungsansätzen für eine Beratung von Landwirtschaftsbetrieben bundesweit WeidetierhalterInnen.
Informieren Sie sich gerne dort! Es werden auch immer wieder Veranstaltungen zu aktuellen Themen in diesem Bereich angeboten!
Wir informieren in unserem E-Mail Verteiler regelmäßig über kommende Veranstaltungstermine. Wenn Sie Interesse haben, in unseren Verteiler für Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter aufgenommen zu werden, melden Sie sich gerne bei uns. Sie werden dann regelmäßig per Mail über zukünftige Treffen und Veranstaltungen informiert.
„Herdenschutz – Basisinformationen für Tierhalter:innen und Interessierte“
„Sichere Weidezäune“ (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung)
"Leitfaden Elektrozäune - Herdenschutz gegen den Wolf" (VDE)
"Sichere Weidezäune in der Praxis" (LPV Göttingen Weidetierhaltertreff vom 26.09.2020) im Downloadbereich














