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FFH-Gebiet 136 "Gipskarstgebiet bei Bad Sachsa"

Das „Gipskarstgebiet bei Bad Sachsa“ (FFH 136) gehört zu den größten, schönsten und vielfältigsten Natura 2000-Gebieten in der Region Südniedersachsen.
Besonders einprägsam und bekannt dürfte der Sachsenstein, eine bis zu 30 m hohe steile Gipsformation bei Bad Sachsa sein. An diesem natürlich waldfreien Extremstandort kommen einige besonders bemerkenswerte Arten vor – charakteristisch ist insbesondere das Kriechende Gipskraut (Gypsophila repens), das seine nächsten Wuchsorte in Deutschland erst am Alpenrand besitzt.

 

Aber auch abgesehen vom „prominenten“ Sachsenstein birgt das Gebiet eine Vielzahl von naturschutzfachlich besonders wertvollen Lebensräumen: Die artenreichen Grünlandflächen, Kalkmagerrasen und als besondere Highlights Erdfälle wie die „Wittgeroder Moorwiesen“, wo eine Vielzahl besonders seltener Arten und in der Region kaum noch vorkommenden Lebensraumtypen wie „Pfeifengraswiesen“ (LRT 6410) zu finden sind.


 

Kriechendes Gipskraut (Gypsophila repens). Foto: Fionn Pape
Die Sachsensteinklippen südöstlich von Bad Sachsa. Foto: Ralph König
Exkursion der ÖSGÖLS zum Sachsenstein (2023)

 

So groß wie das Gebiet sind natürlich auch die Herausforderungen. Es gibt hier viele sehr aktive Akteure, welche hier schon seit vielen Jahren aktiv sind. Mit diesen möchte die Ökologische Station selbstverständlich eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten und hat auch bereits viele Kontakte geknüpft.
Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Beratung von Landwirtinnen und Landwirten, insbesondere zu Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM), für die es in Natura 2000-Gebieten zum Teil noch einmal eine besonders intensive Abstimmung und den Blick in die Schutzgebietsverordnung bedarf.

 

Das FFH-Gebiet 136 ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, hier gelten noch einmal besondere Anforderungen. Neben wirtschaftlich genutzten Bereichen benötigen die flächenmäßig kleinen, dafür naturschutzfachlich umso wertvolleren Sonderstandorte wie Magerrasen und Feuchtgrünlandflächen noch einmal eine besonders intensive Betreuung, wie beispielsweise durch maschinelle Pflegemaßnahmen.
Weitere Informationen zum Gebiet gibt es auf der Homepage des NLWKN.