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Aktuelles aus dem LEADER-Projekt „Erhalt und Entwicklung der Gipskarstlandschaft Südharz“

01.06.2021

Sachsensteinklippe - Foto:Ralf König

Das mit breiter Unterstützung in der LEADER-Region Osterode a.H. beschlossene Projekt „Erhalt und Entwicklung der Gipskarstlandschaft Südharz“ wird bis Juli 2021 vom Landschaftspflegeverband (LPV) Landkreis Göttingen e.V. umgesetzt. Neben der Realisierung von Maßnahmen der touristischen Infrastruktur, wie z.B. die Ausbildung von Natur- und Landschaftsführern, die Erstellung von Flyern und Infotafeln steht die Erarbeitung eines mit den Akteuren vor Ort abgestimmten Antrags für ein Hotspot-Projekt im Zentrum des LEADER-Projektes. Das Hotspot-Projekt soll über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums gefördert werden (weitere Informationen hier).


Innerhalb des LEADER-Projektes erfolgten zunächst umfangreiche Vorarbeiten und die Konzeption des Hotspot-Projektes sowie die Einreichung der Projektskizzen. Aufgrund langer Rückmeldezeiträume des Bundesamtes für Naturschutz zu den Projektskizzen und den derzeitigen Mittelengpässen im Bundesprogramm Biologische Vielfalt konnte der abschließende Projektantrag nicht gestellt werden.


Um die im LEADER-Projekt umfangreichen Vorarbeiten zum geplanten Hotspot-Projekt, die regionalen Kommunikationsprozesse sowie die Optimierung von naturtouristischer Infrastruktur nicht zu beenden und damit verfallen zu lassen, wird eine Weiterführung der Aktivitäten verfolgt. Dieses Vorgehen begrüßten die regionalen Akteure während des Online-Treffens zum LEADER-Projekt am 11. Mai 2021. Sie hoben noch einmal die Bedeutung der im Hotspot-Projekt geplanten Maßnahmen für die Gesamtentwicklung der Region hervor.


Am 11. Mai fanden ein Online-Treffen des LEADER-Projektes und am 20. Mai 2021 ein Online-Arbeitskreistreffen Natur erleben statt. Die Dokumentation beider Veranstaltungen finden Sie im Downloadbereich.


Am 1. Juli 2021 findet die Abschlussveranstaltung des LEADER-Projektes von 16 bis 18 Uhr statt. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor und melden sich bei André Kuklik an. Weitere Informationen zur Durchführung sowie zum Ablauf erhalten Sie per Email.

 

Hintergrundinformationen zur Gipskarstlandschaft Südharz

Nördlich von Osterode am Harz in Niedersachsen über Thüringen bis nach Pölsfeld in Sachsen-Anhalt erstreckt sich die Gipskarstlandschaft Südharz. Geologisch wird dieser Raum als Südharzer Zechsteingürtel bezeichnet, da neben dem Gips auch andere Ablagerungen aus dem Zechsteinmeer, wie z.B. Kupferschiefer, Zechsteinkalk, Dolomit und Anhydrit, heute hier vorzufinden sind.
Diese Region stellt das größte und bedeutendste Gipskarstgebiet Mitteleuropas dar. Es zeigt sich der gesamte Formenschatz einer Gipskarstlandschaft mit teils wassergefüllten Erdfällen, Höhlen, Dolinen, Karrenfeldern, Quellkuppen, Quellen, Bachschwinden, Abrissklüften und jungen Bergrutschen. Auf Grund der Dynamik, des bewegten Kleinreliefs und der klimatischen Übergangszone vom subatlantischen zum subkontinentalen Klima zeichnet sich die Gipskarstlandschaft durch eine hohe, teils sehr spezialisierte Arten- und Biotopvielfalt aus. Daher ist der Südharzer Zechsteingürtel vom Bundesamt für Naturschutz als nationaler Hotspot der biologischen Vielfalt ausgewiesen worden und besitzt nationale Repräsentanz.


Weiterführende Informationen mit Karte finden Sie auf den Seiten des Bundesamts für Naturschutz.

 

Ansprechpartner für das Projekt: André Kuklik

 

Blick vom Rötzel
'Im Himmelreich' bei Walkenried
Dreizähniges Knabenkraut (Neotinea tridentata)

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